NAK: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltung

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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gläubiger

Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#21 Beitrag von gläubiger » 04.01.2017, 15:52

Hallo Martha,

richtig. Das ist auch eine gute Möglichkeit zur Krisenbewältigung. Er, seine Familie und auch das Umfeld müssen diese schmerzliche Erfahrung mit all den nachfolgenden Begleitumständen derzeit erst noch verarbeiten. Nach meiner Information besucht der Ex-Pr. weiterhin die Gottesdienste. Das ist mit Sicherheit für alle Beteiligten auch eine besondere Erfahrung, da bei dem einen und anderen EHRENAMTLICHEN bzw. mittlerweile EREMITIERTEN Vorangänger ein gewisses Unrechtsbewusstsein durchaus vorhanden ist. Vielleicht hätte der eine und andere auch persönlich anders gehandelt, aber die eingetrichterte Vorangänger-Hörigkeit ließ nach Entscheidung des Apostelats keine Wahl. Fragen, die an den Angeklagten und ggfs. die Vollstrecker gestellt werden, können so derzeit durch diese direkt und zumindest von Angeklagten-Seite aus ehrlich beantwortet werden. Ich finde seine Vorgehensweise für den Moment sogar bewundernswert. Ich persönlich glaube aber, dass sich über kurz oder lang doch die Wege trennen werden. Vielleicht kommen dann zu einem späteren Zeitpunkt div. Details ans Internet-Tageslicht. :idea:

Einsicht seitens der KL über den gebauten Bockmist und eine Revidierung des Urteils ist nicht zu erwarten und käme einem Wunder gleich.

Deiner Ansicht, dass am Ende wieder alle in der Bank sitzen und nichts passiert kann ich nur teilweise folgen. Glaub mir: Es ist im Moment bei Vielen im Bezirk und Ap.-Bereich ein grundlegender Denkprozess am Laufen und der wird auch noch einige Zeit anhalten. Es gibt viele Fragen und viel zu wenig wahre Antworten von offizieller Seite zu diesem Thema. Ich bin überzeugt, dass etliche Noch-Geschwister ihre Konsequenzen aus dieser Angelegenheit ziehen und handeln. Dazu war und ist dieser Pr. in diesem Bereich zu bekannt bzw. zu sehr in einer "Vorbild-Funktion"!

Martha
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#22 Beitrag von Martha » 05.01.2017, 09:40

Hallo gläubiger!

Bei uns war es so, dass viele die über die Zustände in der Gemeinde meckerten dann wieder in der NAK saßen,
zumindestens Sonntag früh zum GD. Sie beteiligten sich an nichts mehr, aber im GD saßen sie ganz regelmäßig + artig.
Bei in der NAK sozialisierten Mitgliedern ist das so.
Wir saßen nachdem wir die Problem der Gemeinde ansprachen auch wieder in der NAK, aber in einer anderen Gemeinde.
Man braucht Zeit sich abzunabeln, wenn einen die Dinge überrollen.

Diese Handlungen von der Kirchenleitung "kosten" Gemeinden, aber sie dürfen es und werden nicht zur Rechenschaft gezogen :( :?
Die Apostel bekommen für diese Fehlentscheidungen noch viel Geld.

Der Priester + seine Familie werden ihren Weg finden. Welchen wissen sie bestimmt noch nicht, aber Gott wird ihnen den Weg zeigen.
Hin und wieder wird es welche geben die darüber nachdenken, aber leider sind es noch zu wenig.

Bleiben ist gar nicht schlecht. Ich kenne einen Priester den hat man beurlaubt und dann wurde nie wieder mit ihm gesprochen.
Der bleibt in der NAK und verbreitet das Evangelium in der Gemeinde. Der Vorsteher und 2 Priester haben in der Gemeinde ihr Amt zurück gegeben....
Im Grunde genommen bringt er viel Unruhe in die Gemeinde und hat dabei eine unheimliche Energie.
Letztens meinte, dass er der letzte ist und das Licht in der Gemeinde ausmachen wird.....

detlef.streich
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#23 Beitrag von detlef.streich » 08.01.2017, 17:16

Bleibt anzumerken, dass überall, wo das System NAK sich angegriffen fühlt, es mit allen Mitteln um sich schlägt. Dazu gehören Lügen, Halbwahrheiten, Verunglimpfungen, Leugnungen all ihrer Systemagenten. Es geht innerhalb der NAK niemals um Wahrheit, sondern nur um die Aufrechterhaltung des eigenen status quo, auch wenn es dabei über selbst produzierte Leichen gehen muss. Unter der Maske der Scheinheiligkeit zeigt sich doch grinsend die arrogante Fratze des zynischen Narzisten, wenn z.B. Stap Schneider in seinem Grußwort für 2017 sagt: „Gott sorgt für uns, obwohl wir Sünder sind. Im Gegenzug wollen auch wir die Würde jedes Menschen achten. (…) Verkündigen wir seine Herrlichkeit, indem wir uns wie Gotteskinder verhalten. Vor Gott sind wir wie Kinder: Wir wissen wenig, und er weiß alles. Es gilt seine Autorität anzuerkennen und uns bereitwillig in seinen Dienst zu stellen. Das ist für uns keine Einschränkung eigener Freiheit, sondern Quelle des Segens!“ (Abschrift D. Kastl) Schneider ist bestens informiert über die vielen Fehlverhalten seiner Mitarbeiter und speziell Bezirksapostel. Statt dies aber demütig zu bekennen, fordert er hochtrabend die (selbstverständliche) Achtung der Menschenwürde ein und appelliert, sich wie „Gotteskinder“ zu verhalten, indem man sich den Vorgaben der Amtsträger unterordnet, deren „Autorität“ er versteckt und höchst anmaßend mit der göttlichen Autorität gleichsetzt. Schneiders eigene Positionierung vom 1.3. 2015 in Berlin ist mehr als deutlich.

„Also, wer an die Apostel glaubt, darf sich auf die Fürbitte Jesu berufen. … Wer nicht mehr so an die Sendung glaubt, wer nicht mehr an das Erlösungswerk glaubt, wer so langsam zurückgeht, wird zum Feind.“

Dazu passt auch, was Centaurea hier im Mindenthread zu BezAp Klingler (i.R.) anmerkte:

„Klingler hat damals ohne jeden Rückhalt in der Gesamtkirche eine Utopie aufgemacht, der nach und nach Amtsträger, Geschwister und Gemeinden zum Opfer vielen. (…)
Und das ist es, was ich Klingler vorwerfe:
Er hätte ab einem bestimmten Zeitpunkt offen und ehrlich zugeben müssen, dass seine Vision in Hannover nicht dauerhaft haltbar sein wird und in Leipzig nicht um- und durchsetzbar ist.
Er hätte denen, die mit ihm daran gearbeitet haben, ehrlich sagen müssen, dass sie die Vision aufgeben oder sich eine neue Heimat suchen müssen.

Dass er stillschweigend so viele Opfer zugelassen hat, ist für mich schlimm und tut mir sehr weh.
Als Führungskraft, die er war, hätte ich von ihm da mehr Verantwortlichkeit erwartet.“


Und die NAK lässt in den eigenen Reihen die Opfer nicht nur zu, sondern sie produziert sie aktuell geradezu am laufenden Band selbst. Beispiele dafür gibt es auf meiner Hp in den Leserbriefen oder in den Chroniken des Verfalls mehr als genug. Dass sich solche Verhaltensweisen nur schwer ins Bild des Themenfeldes NAK-ACK-Ökumene einpassen, liegt auf der Hand. Aber hier hackt offensichtlich die eine Krähe den anderen auch kein Auge aus. Da hilft es nur wenig, dass ein Vorsteher nach einer ökumenischen Veranstaltung resümierte: „Dieser Abend trug viel zum gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen bei. Es war eine schöne offene Atmosphäre im Kreis der evangelischen, katholischen und neuapostolischen Glaubensgeschwister.“ Diese Ausnahmesicht einer gemeinsamen Gotteskindschaft gibt es nämlich offiziell laut F&A nicht:

530 Der Begriff „Gotteskind“ hat unterschiedliche Aspekte:

Jeder Mensch ist ein Kind Gottes, denn er ist von Gott erschaffen und darf daher den Allmächtigen „Vater“ nennen.
(…)
Darüber hinaus ist mit „Gotteskindschaft“ jene Situation vor Gott gemeint, die durch den Empfang aller Sakramente, durch den Glauben und die Ausrichtung des Lebens auf die Wiederkunft Christi gekennzeichnet ist. Erlangt wird die Gotteskindschaft durch die Wiedergeburt aus Wasser und Geist. Den Wiedergeborenen ist als „Kindern Gottes“ verheißen, Erben des Allerhöchsten zu werden.


Und insgesamt gilt wohl für die Kirche(n), was Stap Schneider zusammenfassend am 15.09.2013 in Metz wie folgt formuliert:

„Gott hat die Kirche Christi gegründet, er hat die Grundlagen dazu gelegt und er hat seiner Kirche Apostel gegeben. Man kann nicht das Apostolat, das Apostelamt von der Kirche Christi trennen. Sie sind auf das engste miteinander verbunden. … Die Kirche Christus ist apostolisch und die Kirche braucht die Apostel. Jesus hat ihr die Apostel gegeben zum Segen und zu ihrer Vollkommenheit. (…) Ich habe heute Morgen nichts Neues erfunden, es ist dies ganz einfach die neuapostolische Lehre: Was ist die Kirche Christi, was ist die Aufgabe der Apostel und dass die Botschaft der Apostel sich an die ganze Kirche Christus richtet. Es ist der Herr, der dieses so wollte.“

Hier gilt wohl allen NAK-Schäfchen der Rat Senecas, eines Zeitgenossen von Paulus:

Es nützt geistiger Gesundheit, sich von den Befürwortern des Wahnsinns abzuwenden. Krank wird, wer sich auf falsche Urteile versteift.
Zuletzt geändert von detlef.streich am 09.01.2017, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.

Martha
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#24 Beitrag von Martha » 09.01.2017, 09:12

Hallo detlef.streich!

Mit dem Bez.apostel Klinger das stimmt.

Alle die auf "seinen" fahrenden Zug "Jesus" aufgesprungen sind hat er später eigenhändig bei schneller Fahrt wieder runtergestoßen.

Zurück blieben "Tote" und Verletzte.....Amtsrückgaben, Gemeindeschließungen, Austritte usw.

Er wollte sicherlich mehr, aber irgendwann (?) warf er das Handtuch. "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!"
Wurde er von der Kirchenleitung unter Druck gesetzt? Ich vermute ja, denn es gab eine Apostelversammlung und danach unterließ er alles Aktivitäten.
In den Predigten danach veränderte er sich nicht.

Zu einem Diakon der sein Amt abgab, sagte er, dass sich in nächster Zeit in der NAK nichts ändern wird und dass er mit den beiden ostdeutschen Aposteln nichts anfangen kann.
Das stimmt so! Keiner dieser Apostel ist in der Lage einen Bezirk zu leiten. Alle schweigen bei Problemen.
Warum sollen sie was tun. Das Geld kommt doch auch ohne Einsatz auf ihr Konto.
Dadurch entsteht ein Konfliktpotential was nicht mehr zu steuern ist.

Die Unzufriedenheit selbst unter den Amtsbrüdern bis hin zu den Bezirksämtern wird immer größer. Sie werden aber nicht gehört.

Die NAK schafft sich selbst ab. Reformationen sind unerwünscht und jeder noch so kleine "Reformator" wird schnellsten entsorgt.

hans
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#25 Beitrag von hans » 09.01.2017, 09:23

Auch Apostel kann man in den sogenannten wohlverdienten vorzeitigen Ruhestand setzen. Auf einen Pensionär mehr, kommt es nicht an, aber auf Mitarbeiter vor Ort.

johnnelsonjun

Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#26 Beitrag von johnnelsonjun » 09.01.2017, 10:55

Martha hat geschrieben:Reformationen sind unerwünscht und jeder noch so kleine "Reformator" wird schnellsten entsorgt.
Nicht doch: Klick! :shock:

fridolin
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#27 Beitrag von fridolin » 09.01.2017, 12:02

Meiner Meinung nach gehört die NAK eh nicht in die Ökumene, weil sie es nie leben werden.
Sie werden immer wieder versuchen, trotz leichter Öffnung in Richtung Ökumene, ihren angeblichen Führungsanspruch für die gesamte Kirche Christi festigen zu wollen. Der Wunschtraum ist jetzt ihr neusten Ziel. Wunschträume sind nicht Realität. An dem durchsetzen des Gedanken wird die NAK scheitern. Versuchen kann sie es ja mal, Wunschträume sind nicht verboten. Die Wirklichkeit wird sie wieder auf dem Boden der Tatsache zurückholen. In relativ kurzer Zeit. :D

R/S

Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#28 Beitrag von R/S » 09.01.2017, 12:31

Martha:
Er wollte sicherlich mehr, aber irgendwann (?) warf er das Handtuch. "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!"
Wurde er von der Kirchenleitung unter Druck gesetzt? Ich vermute ja, denn es gab eine Apostelversammlung und danach unterließ er alles Aktivitäten.
In den Predigten danach veränderte er sich nicht.


Wissen Sie, liebe Martha, dazu noch mehr (evtl. wann diese Ap-Versammlung war und wo)?
LG
R/S

Martha
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Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#29 Beitrag von Martha » 09.01.2017, 13:59

Hallo R/S!

Leider nein!
Es gab in einem Jahr (welches weiß ich nicht mehr), ein "danach". Klingler schrieb keine Rundbriefe mehr ....
War als ober er zu kämpfen aufgehört hat. Nur die Inhalte der GD änderten sich nicht.

Mittlerweile kenne ich einige Amtsbrüder die von Jesus predigen und alles andere kommentarlos an sich vorbei ziehen lassen.
Ist für manche halt "ihre" Lösung.

Höre gerade ne Sendung
http://www.arche-gemeinde.de/predigten/ ... ce2aaad5ce

Calvin und die Reformation.
Da geht es uns ja heute gut. Die Amtsbrüder werden nicht umgebracht, sondern "nur" des Amtes enthoben.
Man kann trotzdem ganz schön ins bodenlose fallen.

Hans Küng hat mal gesagt, dass nach 2 Generationen ein Kirche reformiert werden muss. Bei uns ist nichts passiert.

chorus

Re: Amtsenthebung nach Besuch einer ökumenischen Veranstaltu

#30 Beitrag von chorus » 09.01.2017, 14:29

Hallo Martha und R/S, da kann ich als Hannoveraner ein wenig weiterhelfen. Das entscheidende Jahr für das letztendliche Scheitern der Vision 2010 war das Jahr 2009. Zunächst ermöglichte StAp Leber ein Interview mit BAp Klingler in der UF.

http://www.bischoff-verlag.de/public_vf ... ngler.html

Im Mai 2009 war anläßlich des EJT in Düsseldorf der Stand der NAK-Mitteldeutschland eine einzige riesige Präsentation der Vision.

Im Herbst 2009 ermöglichte StAp Leber BAp Klingler, seine Vision der BAV in Zürich zu präsentieren. Dass ihm diese Möglichkeit eröffnet wurde, berichtete Klingler zuvor in Hannover und sagte zu seinen Visionären, zu denen damals auch Lothar Kammer (Gemeindevorsteher Hannover-Mitte, Abgang in 2010 wegen der Neuformulierung der Glaugensartikel) und Thomas Feil (Bezirksvorsteher Hannover-Nord, Abgang in 2011 wegen des Kirchenverstädnisses) gehörten, er werde in der BAV nicht einen Schritt zurückweichen. Es kam aber anders und die Vision fand in der BAV keine Befürworter. Leider erwähnt der offizielle Bericht über diese BAV Klinglers Vortrag nicht.

http://www.nak.org/de/news/news-display/article/16375/

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