Bibelleseplan 29.08.2016 - Jeremia

In vier Jahresn durch das neue Testament - in acht Jahren durch die Bibel.
Quelle: https://www.oeab.de/bibelleseplan/ Leitfaden zur Bibellese: https://www.die-bibel.de/bibeln/leitfaden-bibellese/
Der Bibelleseplan ist eine tolle Hilfe. Er unterstützt beim täglichen Lesen in der Bibel. Für verschiedene Bedürfnisse stehen auf Die-Bibel.de verschiedene Bibellesepläne bereit: in 30 Tagen ein Evangelim lesen, in 365 Tagen quer durch die Bibel kommen oder wie hier im Forum in vier Jahren das Zweite Testament und in acht Jahren inkl. dem Ersten Testament komplett lesen. Wer sich bei einem der Bibellesepläne direkt registriert, bekommt täglich eine E-Mail mit dem Bibeltext für den aktuellen Tag.
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
Andreas Ponto
Site Admin
Beiträge: 2264
Registriert: 18.03.2010, 17:55

Bibelleseplan 29.08.2016 - Jeremia

#1 Beitrag von Andreas Ponto » 29.08.2016, 04:08

29.08.2016: Jeremia 1, 1-10 - Jeremia

28.08.2016: Psalm 146 - Gottes ewige Treue
27.08.2016: Markus 10, 46-52 - Die Heilung eines Blinden bei Jericho
26.08.2016: Markus 10, 32-45 - Jesu Leiden und Auferstehung / Vom Herrschen und vom Dienen
25.08.2016: Markus 10, 28-31 - Der Lohn der Nachfolge


Hinweis:
Hier steht immer der Bibelleseplan der letzten fünf Tage.
Schön, wenn zu den einzelnen Bibelabschnitten Gespräche entstehen.
Für diesen Fall wird das jeweilige Gespräch mit dem betreffenden Bibelabschnitt abgetrennt und bleibt so erhalten.

Weltrettungsforum

Re: Bibelleseplan 29.08.2016 - Jeremia

#2 Beitrag von Weltrettungsforum » 29.08.2016, 14:51

Wenn die Kirche Bibellesepläne herausgibt, sollte man diese am besten nicht beachten; weil die Gefahr groß ist, dass durch eine bestimmte Auswahl ein fälschlicher Eindruck von der Bibel entsteht.

So werden sinnverfälschend bevorzugt biblische Nebenschaupätze herausgepickt, während demgegenüber biblische Hauptschauplätze so gut wie nie ausgesucht werden als Empfehlung.

Auch werden gern solche Bibelstellen ausgesucht, wo die Gefahr einer Fehlinterpretation groß ist; während demgegenüber die Bibelstellen, welche da Klarheit brächten, in der Regel nicht vorgeschlagen werden.

Am besten sollte man also die Bibel beispielsweise so lesen, indem man entweder die gesamte Bibel durchliest. Oder man liest nur die 5 Bücher Mose. Mit diesen beginnt die Bibel, weil diese nämlich am wichtigsten sind.

Die dritte Möglichkeit ist, man schlägt jedes mal die Bibel zufällig irgendwo auf, um dann genau dort zu lesen. Aber einem Bibelleseplan zu folgen, indem man so nur von anderen ausgesuchte Bibelstellen liest, verhindert Neutralität.

Markus 10.34: "Die werden ihn verspotten und anspeien und geißeln und töten, und nach drei Tagen wird er auferstehen." Ein sehr schwieriger Vers, weil sonst die Verse überwiegen, wo man eher davon ausgehen muss, dass Jesus die Kreuzigung überlebt hatte:

https://youtu.be/fZDzcuCQhXU

Ich erinnere an die Wiederbelebung des Lazarus, wo erst geschrieben steht, dass er schläft. Dann ist er mit einem mal verstorben. Meines Erachtens muss man das so interpretieren, dass der Zustand von Lazarus zwischen Schlaf und Tod war vor seiner Erweckung.

Möglicherweise ist dieser Bibelvers hier auch so zu interpretieren, dass man die Mitte von 'töten' und 'auferstehen' nehmen muss; dass sie Jesus so gesehen zwar 'töteten', allerdings nicht mit der Konsequenz des Todes.

Markus 10.45: "Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele. "

Dieser Vers wird von der Kirche gern als Legitimation für ihre Lügendogmen missbraucht, obwohl Gott wiederholt sagte, dass keiner für eines anderen Sünde sterben soll. Demzufolge interpretiert die Kirche diesen Vers völlig falsch, indem sie aus diesem Vers theologisch falsch einen für die gesamte Menschheit in den Tod gehenden Christus gemacht hat.

Genauso gern wird auch Jesaja 53 falsch interpretiert, wo der zukünftige Messias sein Leben in den Tod geben wird, vom Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. Die Kirche hat aber daraus was völlig anderes gemacht, nämlich eine Art notwendiges rituelles Opfer.

So, wie es früher Völker gab, die Menschenopfer brachten, um Gott zu besänftigen, interpretiert die Kirche dieses und ähnliche Bibelverse so, als wäre es gut und heilsnotwendig, dass der Unschuldige zur Schlachtbank geführt wird. Der Bibelvers "durch seine Wunden sind wir geheilt" wird so falsch interpretiert, als ob diese Wunden unbedingt heilsnotwendig wären.

Tatsächlich muss dieser Vers in dem Sinn verstanden werden, dass den Jesuworten zufolge der gute Hirte sein Leben für die Schafe gibt. Was dann aber nicht so interpretiert werden darf, dass ein Hirte unbedingt für die Schafe sterben muss. Sondern es eben nur im schlimmsten Fall passieren kann im Ausnahmefall, dass ein Hirte sein Leben lässt für die Schafe.

Schon die biblische Begebenheit, dass Herodes so viele Kindlein töten ließ, damit so das Jesuskindlein überleben konnte, spricht schon in aller Deutlichkeit eine ganz andere Sprache.

Hätte schließlich der Engel den Weisen aus dem Morgenland nicht befohlen, Jesus nicht zu verraten, wäre so Jesus für die anderen Kindlein gestorben. Diese Begebenheit wird aber kaum in einem Leseplan erscheinen, weil sie den kirchlichen Dogmen von einem für alle Menschen sterbenden Christus zuwider ist.

Markus 10.29: "Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlässt um meinetwillen und um des Evangeliums willen."

Jesus sagt hier, wie lohnend es ist, wenn man dem Evangelium dient. Grundsätzlich ist dies zwar richtig. Demgegenüber wird aber 5. Mose 30.11,14 zufolge der Ausspruch Gottes, dass Israel das Gebot des HERRN in ihren Herzen trägt, gern unterschlagen, obwohl dies sogar Gott sagte. Im Gegensatz zu diesem Vers, den nur der Mensch Jesus Christus sagte.

Aber da hat die Kirche überhaupt kein Problem damit, dann einfach aus Jesus Gott zu machen; und sich so zu versündigen, indem sie so auch noch 2. Mose 20 zufolge das göttliche Gebot übertritt, dass man keinen Gott neben Gott haben soll.

Duch die besondere Hervorhebung dieses Verses möchte die Kirche die Menschen fanatisch an ein Buch binden; was dann natürlich niederträchtig ist, indem man so die biblische Wahrheit unterschlägt, dass Gott den Glauben Abrahams zu seiner Gerechtigkeit rechnete. Es kommt so zu einer theologischen Überbewertung der Evangelien.

Benutzeravatar
Andreas Ponto
Site Admin
Beiträge: 2264
Registriert: 18.03.2010, 17:55

Re: Bibelleseplan 29.08.2016 - Jeremia

#3 Beitrag von Andreas Ponto » 29.08.2016, 22:06

Wie wohltuend, dass hier doch überwiegend mündige Fories anzureffen sind, die selbst entscheiden können, was sie lesen und was nicht.

Unter Häufig gestellte Fragen wird eindeutig ausgeführt, dass das Zweite Testament in vier Jahren komplett und das Erste Testament
in acht Jahren auf Grund der Textfülle wenigstens systematisch im Querschnitt gelesen wird.

Wer z.B. Evangelische Theologie studiert, liest die Bibel komplett und bekommt n.a. Methoden vor allem auch die historisch-kritische Exegese vermittelt.

Wer hier von "die Kirche" und "Lügendogmen" spricht hat entweder keine Ahnung und/oder selbst eine extrem selektive Wahrnehmung.

Der Weg heraus aus der Enge der NAK hinein in die bunte Vielfalt und Offenheit der evangelischen Theologie und Kirche ist für mich eine gewonnene Freiheit,
die mich ungläubig staunen lässt über ein sogenanntes Weltrettungsforum, das plötzlich versucht hier zu missionieren und für sich zu werben.
Ja, dass tatsächlich eine sogenannte freundliche Übernahme dieses Forums angeboten wurde, ist irgendwie witzig.

Wer die Bibel interessiert und offen liest, kann dies aus ganz verschiedenen Motivationen heraus tun (geschichtlich, theologisch, kritisch, kulturell, interreligiös, ...).
Ich bin überzeugt, es wird immer eine Bereicherung sein.

Centaurea

Brombär
Beiträge: 1217
Registriert: 28.11.2007, 00:15

Re: Bibelleseplan 29.08.2016 - Jeremia

#4 Beitrag von Brombär » 30.08.2016, 06:15

centaurea schreibt:

Ja, dass tatsächlich eine sogenannte freundliche Übernahme dieses Forums angeboten wurde, ist irgendwie witzig.

Ich weiß nicht, ob "witzig" der richtige Ausdruck ist :?: :?: :?:
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

Benutzeravatar
Andreas Ponto
Site Admin
Beiträge: 2264
Registriert: 18.03.2010, 17:55

Re: Bibelleseplan 29.08.2016 - Jeremia

#5 Beitrag von Andreas Ponto » 30.08.2016, 06:25

Welcher Ausdruck würde deiner Meinung nach besser passen?

Brombär
Beiträge: 1217
Registriert: 28.11.2007, 00:15

Re: Bibelleseplan 29.08.2016 - Jeremia

#6 Beitrag von Brombär » 30.08.2016, 12:08

centaurea hat geschrieben:Welcher Ausdruck würde deiner Meinung nach besser passen?

"unsensibel, geschmacklos oder einfach daneben". Etwa in dieser Reihenfolge.

BB.
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

Zurück zu „Bibelleseplan“